Mythos und städtischer Raum
Beschreibung der Publikation
Beitrag zum Theorieseminar der Werkbund Akademie 2018 in Wuppertal. Gefragt wurde unter der Prämisse von «Mein und Dein» nach einer Korrektur der Werte in Architektur und Design. Der Beitrag setzt sich mit Bedeutung und Entstehung des Mythos auseinander und untersucht, wie Ort und Wege zu Mythen im städtischen Raum werden.
«Zum Mythos, gerade zum Mythos Platz, ist mir Paula Philippson, Untersuchungen zum griechischen Mythos (Diss. Zürich 1944) in den Sinn gekommen. Sie sagt, die menschliche Welt sei in Form der Genealogie in den Kosmos des Zeus einbezogen, indem beide einen gemeinsamen Ursprung haben, wie schon Pausanias wusste: ‹Denn die damaligen Menschen waren Gastfreunde und Tischgenossen der Götter.› (Das erinnert einen natürlich auch an das Letzte Abendmahl - wenngleich die kultischen Elemente des Christentums natürlich, wie Du auch erwähnt hast, aus dem Mithraskult stammen, insbesondere auch die Ausstattung der Kultdiener [sprich Priester] mit Mitra, Stola, Messgewand. Und aus der Odyssee sieht man ebenso, dass die Evangelisten das Werk von Homer geplündert haben. Fusswaschung, der vor das Grab Jesu gewälzte Stein udgl.)
Was nun die Genealogie betrifft, so ist es gerade sie, die von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft führt. Im Mythos wird nicht reflektiert, es wird gefühlt. Der Mythos ist nicht intellektuell. Und so fühlt, wer kann, an einem mythischen Ort eben dessen innere Wahrheit. Was Du in Deinem Text wunderbar zum Ausdruck bringt. So erfreut uns dessen Lektüre immer aufs neue.»
P. Schmid, Bern, Journalist, Redaktor, ‹Rentner-Student›
Würdigungen der Publikation
- Mythos und städtischer Raum
- Ausstattung: Broschur, Format 210 x 297 mm, 34 Seiten, 37 grösstenteils farbige Abbildungen
- Verleger: Privatdruck
- Preis: EUR/CHF 20.00 + Anteil Versandkosten
- Auszug als PDF: